Radtourismus am Rhein - ein Fremdwort in Worms?

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Statt Bustourismus mit nur wenigen Stunden Aufenthalt sollte ein nach- haltiger Tourismus beworben werden, der direkt vor der Haustür liegt: Der Rhein, an dem Radtourismus blühen sollte. "WZ" vom 17.11.2017: Rheinhessenkonferenz - 2017 Projektantrag "Radtouristischer Entwick-lungsplan" (RA), 2018 Ausschreibung RA, 2019 Umsetzung RA. Sind wir also ein Entwicklungsland? Das kommt Jahrzehnte gegenüber Donau, Elbe & Co. zu spät. Stefan Herzog (Rheinhessen-Touristik 2007), weist auf den schlechtesten Wegezustand (der 93 km Rhein-Radweg in Rhein-hessen) zwischen Basel und Rotterdam hin. Nach Einladung aller Anrainergemeinden, WSA etc. beim LBM Worms ist jetzt erst zwischen Eich u. Oppenheim der Ausbau der Velo-Route Rhein im Gange.
Es braucht vor allem Öffentlichkeitsarbeit und Werbung für dieses bisher vernachlässigte Tourismussegment - und für Gäste, die auch in Worms übernachten werden - u.a. in zum Teil vorhandenen Bett-und-Bike-Unterkünften. Oder auf einem Campingplatz am Rhein, den man leider vergeblich sucht.

Es gibt ferner eine aufstrebende Radroute zwischen Rhein und Donners-berg, den Zellertal-Radweg. Hervorragend ausgebaut vom LBM zwischen Monsheim und Marnheim. Zwischen Beginn des Radwegs beim BIZ bis hinter Pfeddersheim verhindern weitgehend vorhandene sog. "wassergebundene Decken" eine ordentliche Befahrbarkeit, insbe-sondere nach Regenfällen. Ein Ausbau scheitert hier an landespflege-rischen Grundsätzen (kein Asphalt). Der Zellertal-Radweg ist daher aus touristischer Sicht zu 80 % auf glatter Fläche benutzbar, der Rest des verkehrsruhigen Weges in Worms taugt ganzjährig nicht für Schüler-, Einkaufs- und sonstigem Radverkehr von Pfeddersheim zum Zentrum BIZ / Bahnhof. Die Bewertung eines naturverträglichen und dennoch für Radfahrer geeigneten Belag obliegt der Stadt Worms. Wie schaffen es nur die vielen anderen erfolgrichen Regionen auf diesem touristischen Gebiet?